Biosphärenreservat

Da wirbt eine Wasserfirma tatsächlich im Radio mit ihrem guten Wasser aus dem „Biosphärenreservat„.
Es ist sicherlich für die Marketingabteilungen schwierig neue coole und glaubwürdige Schlagworte zu finden.
Und ich weiß nicht, ob meine Assoziationen dazu allgemeingültig sind. Aber mit Biosphäre verbinde ich im ersten Moment nicht die Gesamtheit aller lebenden Substanzen, sondern eher dieses interessante Experiment. Es versucht ein eigenständiges, geschlossenes ökologisches System auf kleinem Raum zu schaffen (immerhin auf einer Größe von nur 1,6 Hektar).
Hier gab es zum Ende Probleme mit der extremen Ausbreitung von Kakerlaken und gelben Spinnerameisen.
Urgs. Und da soll jetzt das Wasser herkommen?

Meine Assoziationen zu „Reservat“ sind auch nicht besser, klingt doch immer der negative Beigeschmack von unterdrückten, zusammengepferchten Indianern mit.

Aber wie ich gerade beim Nachforschen nach „Biosphäre“ entdecke, ist „Biosphärenreservat“ gar kein künstlicher Marketingbegriff, sondern die Bezeichnung für ein Schutzgebiet, das für die jeweilige Vegetationszone repräsentativ ist.

Na, wenn das so ist, dann trinke ich das Wasser doch wieder gerne.
Prost.

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