Nach monatelangen Belästigungen habe ich jetzt hoffentlich erstmal Ruhe vor den stumpfsinnigsten Spammern dieser Welt. Endlich habe ich ein Captcha für das Verfassen von Kommentaren eingebaut. Seit Monaten werden die Kommentare von Spammern geflutet. Teilweise bis zu 100 Kommentare am Tag über alle Varianten von Medikamenten, Glücksspiel und was noch so alles unheimlich uninteressant ist.

Dabei reichte die Spannbreite der Einträge von halbwegs netten Floskeln (neben den Links) wie “your site is cool” bis zu völlig dröger Einfaltslosigkeit “Lok here” (und Rechtschreibschwäche :-) )

Ich frage mich allerdings ob die Spambots nicht von ihren Erzeugern irgendwann auf ihre Wirkung überprüft werden. Seit Monaten müssen die Kommentare auf dieser Site manuell freigeschaltet werden. D.h. keiner der Spam-Einträge hat jemals das Licht der Internetwelt erblickt. Komischerweise hat das keinen Spambot davon abgehalten munter weiter Links zu verteilen wie ein Hustenkranker Viren im vollbesetzen Stadtbus.
“Hey, Ihr Spammer! Hand vor den Mund!”
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Gestern stand ich so schön bei IKEA in der Schlange. Da fiel mir das Schild mit dem Text “Bitte zieh eine Aufrufmarke” auf.

Ich bin ganz verwundert. Normalerweise werde ich doch von Schildern gar nicht angesprochen. Da steht doch landläufig immer so etwas wie “Bitte Aufrufmarke ziehen!”. Eine gelungene Konstruktion in der sich auch gleich geschickt um die Ansprache (“du” oder “sie”) herumgewunden wird.

Für dieses Konstrukt gibt es bestimmt auch einen hochtrabenden grammatikalischen Begriff. Der ist mir nur nicht gerade entfallen, ich kenne ihn grundsätzlich nicht (PISA sei dank). Ich nenne das Konstrukt einfach mal “anonymisiertes Gebot”.
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“Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.”
Antoine de Saint-Exupéry

Metaphorische Beschreibungen sind scheinbar für Kinder nicht so ganz einfach zu verstehen. D.h. nein, eigentlich verstehen sie diese Umschreibungen sehr gut, nur nicht in ihrem versteckten Sinne, sondern direkt wie die Worte daher kommen.

Die große Weisheit von Saint-Exupéry entfaltet daher bei Fabian und Felix ihren “eigentlichen” Sinn.

Beim Frühstück kommt es auf einigen Umwegen zu folgendem Gespräch:
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Nachdem gestern einer Bekannten das Auto aufgebrochen wurde, kommt Annabelle nicht umhin einen Schwank aus ihrer Jugend zu erzählen.

Annabelle
Damals hatte ich mir von meinem ersten verdienten Geld ein teures Autoradio für meinen Benny gekauft.
(Vergeben eigentlich Männer auch Namen für ihre Autos? – Anmerkung des Verfassers)
Und kaum hatte ich es eingebaut, wurde am nächsten Tag die Autoscheibe aufgeschnitten und das Autoradio geklaut.
Die haben sogar meine selbst aufgenommenen Kassetten geklaut. Ich weiß gar nicht, was die Gauner damit anfangen wollten.
Fabian
Mama, ich weiß, was die damit anfangen wollten!
Annabelle
(etwas verwirrt) Ah ja?
Fabian
Die wollten Musik hören! (entrüstet) Das ist doch klar!

Felix ist heute beim Frühstück ganz verzweifelt. Ich merke es allerdings viel zu spät (schließlich muss ich ja erst mal eine Weile in mich hineinlachen).

Felix
Wie heißt denn der Kapitän?
Annbelle
(schaut etwas verduzt) Welcher Kapitän?
Felix
Na DER Kapitän. Wie heißt der denn? Mit Vornamen?

Na gut, da keiner Bescheid weiß, geht die Frage im allgemeinen Frühstücksgetümmel etwas unter.

Fabian
(er wollte schon länger etwas sagen, kam aber nicht zu Wort – eigentlich nur unsere Kinder zu Wort kommen) Mammmaaaa, UUUUUUND. Weil nääämlich …

Stöhn! So fangen die Sätze fast immer an. Vor allem … wenn dann nichts Interessantes mehr folgt.
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Manchmal frage ich mich ja wirklich wie dreist man sein kann. Offensichtlich jedoch gibt es für alles Grenzen; nur nicht für das Universum und die Dreistigkeit (die menschliche Dummheit sei diesmal nicht erwähnt).Wir hatten uns für den 24.4 Karten für die Vorstellung von Hans Klok in Hanau besorgt. Veranstalter hierfür ist die Steiger Production GmbH.

Unerwähnt lasse ich auch (neben der Dummheit), dass der 24.4 schon ein Nachholtermin war, da die vorherige Veranstaltung ausgefallen war. Offensichtlich war man wohl nicht fähig die Bühne rechtzeitig aufzubauen bzw. der Bühnenaufbau verzögerte sich durch einen Stromausfall.

Nun gut, die Veranstaltung fällt erneut aus. Man ist ja schon daran gewöhnt. Gründe werden nicht mitgeteilt. Wozu auch?
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Deutsche Sprache, schwere Sprache. Das merke ich immer wieder, wenn sich unsere Kids neue Möglichkeiten zur Sprachumbiegung ausdenken. Es liegt natürlich einmal in der Natur der Dinge, dass den Beiden nur ein etwas eingeschränkterer Wortschatz zur Verfügung steht. Glücklicherweise sind sie so hemmungslos mit den Wörtern, die sie zur Verfügung haben alles auszudrücken was sie möchten. Das Schöne daran ist, dass man sie im Kontext gut verstehen kann.

Außerhalb des Kontext sorgt die Frage: “Hast du dein Bett schon gefegt?”, sicherlich für eine Bewegung der Augenbrauen nach oben.

Aber so ist es. Fabian und Felix fegen morgens ihre Betten. Soll heißen: Sie machen ihre Betten (allerdings gibt das nicht ganz den Umfang der Tätigkeiten her).
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LKW-Amok … oder warum Handys für Gewaltfreiheit sorgen.

Da stand ich heute wie so oft im Stau nach Hause und quäle mich gelangweilt durch die vollen Frankfurter Straßen. An einer Ecke will ich die Spur nach rechts wechseln. Da steht ein großer Kipper, o.k. er macht Anstalten als wolle er mich vorlassen. Ich winke zum Dank und will losfahren, da höre ich noch

RÖÖÖÖHHHHR HUUUUUPPP

Das Tonnengefährt macht fast einen Sprung. Erschreckt bremse ich … schließlich sitze ich ungefähr 2 Meter tiefer als der Fahrer dieses Monstrums. Ich fahre noch so ein kleines Stück neben ihm her bis sich die Spur verengt bzw. der Kipper versucht noch mehr von der Straße einzunehmen als er ja sowieso schon tut. Ich sehe jedenfalls direkt auf meiner Beifahrerseite sehr deutlich das Profil der Reifen (SEHR deutlich). Ich weiß ja nicht genau was der Kerl am Steuer will, aber er schreit irgendwas aus dem offenen Fenster (richtig verstehen kann ich nur “Arschloch” … wen meint er nur?). Dann gibt er wieder ordentlich Gas. Das Ding macht einen echt krassen Sound.
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Released new version 2.4 of the famous TrapEd.

Gute-Nacht-Zeit. Unser komplexes Regelwerk über wer (Annabelle oder ich) in welcher Reihenfolge wem (Fabian oder Felix) abends vorliest und Gute-Nacht sagt, werde ich demnächst als eigene Website aufbauen (vom Umfang wird das so ein Projekt wie Wikipedia). Daher verzichte ich jetzt auf die Details. Ich sitze also bei Fabian am Bett und wir reflektieren den Tag.

ich
“Was fandest du denn heute besonders schön?”

Fabian überlegt … au weia … er überlegt lange

Fabian
“Ich fand schön, dass du heute gearbeitet hast!”

Ähhhh. Jetzt bin ich etwas baff. Vielleicht sollte ich ja am Wochenende auch lieber das Haus verlassen, weil dann meine Kinder glücklicher sind?

ich
(versucht gefasst zu wirken) “Ähm, warum fandest du das schön?”
Fabian
“Ja, weeeiiiilll (er betont das ‘weil’ immer sehr witzig), wenn die Mama arbeiten würde, dann würde die nicht soviel Geld verdienen. Uuuuuund (er betont auch das ‘und’ am Satzanfang immer witzig) wenn wir dann noch viel Eis essen wollen, dann reicht das nicht. Und dann müsste die Mama arbeiten und du müsstest arbeiten. Damit wir auch genug Geld zum Eis essen haben.”
Fabian
“Und deswegen bin ich froh, dass nur du arbeiten musst, sonst wären wir ja ganz alleine.”

Puh, mir fällt ein Stein vom Herzen.

Da sag mir noch einer Kinder wären nicht politisch interessiert (Meldung der Tagesschau).

Sicherlich wird Fabian für mehr Gleichstellung sorgen, wenn er erst mal groß ist.

Fabian
“Und du bist dann ja immer noch Abends da und auch Nachts. Deswegen bist du auch der Abendmann oder der Nachtmann!”

Na, immerhin bin ich keine Nachtmütze.