Fabian sitzt über irgendeins seiner vielen Rätselhefte gebeugt, während Felix an seinem neuen Schreibtisch (sein ganzer Stolz) sitzt und malt. Beide reden immer so bei Bedarf auf mich ein. Der Weg vom Gedanken zum Mund scheint bei Fabian und Felix kürzer als 1/100 Sekunde zu sein. Und es sind viele Gedanken die da ihren Weg herausfinden.
Glücklicherweise habe ich zwei Ohren an denen mir das Gesagte halbwegs vorbeirauschen kann.
- Fabian
- Wie schreibt man “Vorteil”? Mit “v” oder mit “f”?
- ich
- (mir liegt es natürlich fern ihm einfach die Lösung hin zu werfen, zumal er häufig Testfragen stellt, um mich zu veräppeln) Ja, was meinst du denn?
- Fabian
- Ja, schreibt man das jetzt mit “v” oder mit “f”?
- ich
- (da Fabian auf jeden Fall weiß wie man “vor” schreibt, er jedoch nicht auf die Idee kommt, dass das “vor” in “Vorteil” auch ein “vor” enthält versuche ich ihn in die Richtung zu schubsen)Hmmm, o.k. … wie würdest du denn das Wort zerlegen? Bzw. was ist denn das Gegenteil von “Vorteil”?
- Fabian
- Hmmmm. Hinterteil?
Als ich wieder zu mir komme, sehe ich dass Fabian es natürlich schon vor seiner Fragerei richtig ins Heft geschrieben hatte. Manchmal komme ich mir einfach nur blöd vor.
Eigentlich bemerke ich es ja kaum noch. Die Masse an SPAM-Mails rauscht meistens einfach an mir vorbei. Nur ab und zu wenn ich per Webmail auf meinen POP3-Account schaue, finde ich noch die ein oder andere Kuriosität.
So bekam ich neulich eine Mail mit dem Betreff:
Plätzchen ist abgelaufen
Eine Mail von “Postbank-Online.Online <noreply@postbank.de>”. Oh je. Weihnachten ist ja schon eine Weile her. Ist ja klar, dass das Plätzchen nicht mehr haltbar ist. Aber warum mich gerade die Postbank darauf hinweist?
Vielleicht, ganz vielleicht, meinen die Absender auch gar kein Plätzchen und vielleicht – ja ganz bestimmt sogar – sollten die SPAMMER sich dann doch einen vernünftigen Übersetzer suchen. Wenn dann der Übersetzer zu teuer ist, könnten die ihren Müll auch gleich in den Papierkorb befördern.
Ich werde jedenfalls meine Mails demnächst nicht mehr mit ***SPAM*** kennzeichnen lassen, sondern vernünftigerweise mit ***FRÜHSTÜCKSFLEISCH***.
Ich stehe in der Schlange bei der Post. Nichts ungewöhnliches, ich werde wohl nie herausfinden wann denn eigentlich niemand am Postschalter ansteht. Außerdem ist es ja meistens seeehr unterhaltend. Auch wenn ich mich strikt an die “gelbe Abgrenzung” (zwecks Privatsphäre) halte, bekommt man doch meistens einen ordentlichen Teil von den Leuten am Schalter mit.
So auch diesmal. Am Schalter regt sich ein Mann in gebrochenem Deutsch über irgendetwas auf, was ich leider verpasst habe.
Die Postschalter-Frau, ich nenne sie jetzt mal einfach Christel, steht stoisch hinter ihrem Schalter und lässt den Mann reden. Der Typ regt sich immer mehr auf. Christel zuckt unbeteiligt mit den Schultern. Es sieht fast so aus als lausche sie einer für andere nicht hörbaren Melodie in ihrem Kopf.
- Mann
- ARRRGLLL! Das kann doch nicht wahr sein. Ich möchte bitte Ihren Supervisor … ähhh … ihren … ähh … Chef sprechen.
- Christel
- Hier gibt es keinen Chef!
Mit einigen weiteren Achselzucken versucht sie scheinbar den Kunden zu beruhigen. Die Technik versagt kläglich.
Einige Wortgefechte später:
- Christel
- (Seufzend) Moment, mal. Ich hab da was anderes.
Sie geht nach hinten und kommt mit einem Zettel zurück. Ich nehme stark an, dass es sich um ein Beschwerdeformular handelt. Der Typ lässt einen Stoßseufzer ab, sieht endlich ein dass er bei Christel auch nicht mehr Chancen hat, als bei einem Call-Center-Automaten und verschwindet leise vor sich hin fluchend.
Jetzt ist nur noch eine ältere Dame vor mir. Sie will Geld abheben. Na, denke ich, das geht jetzt bestimmt ganz schnell.
- Christel
- Ihr Personalausweis ist abgelaufen!
Die ältere Dame reagiert nicht. Weiterlesen »
Sorry, ich weiß: hierüber macht man ja nun wirklich keine Witze.
Aber, ein Beamter…
… mit nur 10 Prozent Gehirn …
*schenkelklopf*
… führt natürlich ein ganz normales Leben.
*pruuust*
Tut mir leid.
**Muuahhaaaahaaaaa**
Heute morgen, die Woche geht wieder los, verabschiede ich mich von Fabian und Felix.
Die beiden müssen schnell noch vor der Schule bzw. vor dem Kindergarten die Zeit zum Spielen nutzen. Sie kommen ja erst heute mittag wieder dazu den ganzen Nachmittag zu Spielen und das wäre wirklich viel zu wenig Zeit. So dass wir uns jeden Abend anhören dürfen: “Wir hatten viiiieeeeel zu wenig Zeit zum Spielen”.
- ich
- Tschüss Jungs. Viel Spaß in der Schule und im Kindergarten. Heute fängt übrigens eure letzte Woche vor den Ferien an.
- Fabian und Felix
- Ääähhhhh! Noch eine ganze Woche bis wir endlich den ganzen Tag spielen können. Sooooo lange!
- ich
- Hmmmm! Na ja. Ihr habt noch eine Woche und stöhnt. Ihr seid echt gut. Ich muss nächste Woche auch noch arbeiten. Und den Monat drauf. Und das Jahr drauf. Und sogar auch noch das Jahrzehnt drauf.
- Felix
- Ja, Papa. Aber wenn du noch unendlich mal schläfst, dann musst du nicht mehr arbeiten.
….
Dann bist du nämlich tot.
Seufz.
Jedesmal wenn ich bei uns auf dem Frühstückstisch herumschaue, fühle ich mich an den Blogeintrag von Jojo “Frühstück mit Freundin” erinnert.
Bei uns findet die Kontamination leider nicht nur mit Lätta und Nutella statt, sondern auch mit Nutella (bzw. die Aldi-Variante) und Honig.
Ich bin mir bei Betrachten des Bildes auch gar nicht mehr sicher, ob man hier noch von einer Kontamination sprechen kann.
Ich denke, der Begriff “Explosion” trifft das Szenario wesentlich besser. Möglicherweise ist hier sogar ein komplett neues Produkt entstanden: Nutonig oder vielleicht Honella. Egal wie es bezeichnet wird, eins ist sicher: Nutella und Honig sind beim Frühstück unseren Kindern vorbehalten … örgs.
Nachdem wir in letzter Zeit ein wenig – na, sagen wir es mal harmlos – derangiert sind, ist immer häufiger von Urlaub die Rede. Meine letzten Urlaubstage verdienen den Namen Urlaub auf jeden Fall nicht.
- Annabelle
- Wie wär’s, wenn wir nochmal in einen Center Parc fahren würden?
- Fabian und Felix
- (einstimmig)
Au jaa! - Annabelle
- Wenn wir nochmal an die Nordseeküsten fahren wollen, könnten wir mal nach Belgien fahren.
- Fabian
- Oder nach Dänemark.
- Annabelle
- Hm? Ja, oder nach Dänemark. Oder vielleicht nach Holland.
- Fabian
- Oder nach Dänemark.
- Annabelle
- Dänemark?
- Fabian
- Ja, wir könnten doch auch noch Dänemark fahren
- Annabelle
- (etwas verdattert – schließlich war Fabian noch nie in Dänemark und irgendwie war in letzter Zeit auch “Dänemark” nie im Gespräch. Schon erstaunlich genug, dass Fabian Dänemark überhaupt kennt. Und jetzt will er da gleich Urlaub machen)
Äh, ja oder Dänemark. Was verbindest du denn mit Dänemark? - Fabian
- (strahlend)
Da gibt es sooooo viele Märkte! - Annabelle
- ???
- Fabian
- Jaaaaa, da gibt es doch soo viiiiele Märkte. In Däne-Markt!! (kicher kicher)
Weia! Diese Art von flachem Wortwitz kommt mir irgendwie entfernt bekannt vor.
Ich muss es ja immer wieder miterleben. Gestandene Männer stehen vor der Kaffeemaschine und werden zu zeternden Marktweibern. Da fallen Bemerkungen wie: “Schon wieder ist das Wasser alle. Immer muss ich das Wasser nachfüllen”.
Quak, quak. Also, das mag natürlich so sein. Aber grundsätzlich sind Kaffeemaschinen in “anonymer” Umgebung immer Ziel von Nachlässigkeitsattacken. Und was hilft das Rumgezeter? Willst du denn nun Kaffee, oder nicht? Bist du ein Mann oder eine Maus?
Konsequenterweise sollte jeder von der Kaffeemaschine unverrichteter Dinge wegtreten, der vorher an irgendetwas rumgenörgelt hat. Üblicherweise wird jedoch erstmal gezetert und dann (zumindest aus Filter-Kaffeemaschinen) noch die Menge an Kaffee entnommen, die nicht zum Neukochen verpflichtet.
Wenn ihr also demnächst an eine Kaffeemaschine kommt, meckert nicht über die folgenden Punkte. Das sind Standard-Zustände (unterschieden nach Kaffeemaschinen-Typ)!
Filterkaffee
- In der Kanne befindet sich noch Kaffee. Der reicht allerdings gerade mal um den Boden der Tasse ganz knapp zu bedecken.
- Natürlich ist das Kaffeepulver leer.
- Ebenso natürlich sind keine Filtertüten aufzufinden.
Pads
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Aber, aber. Liebes Outlook. Das ist doch nicht schlimm. So geht es mir häufig. Da gehe ich zum Beispiel gerade runter in den Keller. Kaum unten angekommen, frage ich mich: “Was wollte ich verdammt noch mal im Keller?” Tja, und ich kann mich manchmal wirklich nicht erinnern (ist wohl auch ein Problem beim Lesen meiner Erinnerungen).
Mein, liebes Outlook. Mir hilft es meistens einfach wieder nach oben zu gehen. Denn kaum bin ich wieder an der Stelle wo ich beschlossen hatte in den Keller zu gehen, da … ZACK … fällt es mir wieder ein. Und da schiebe ich das Problem nicht wild auf den Exchange Server oder etwaige Netzwerkprobleme. Oh nein, da sage ich zu mir: “Junge, du wirst alt. Dein Gedächtnis wird alt.” Und auch du, Outlook, kommst ja langsam in die Jahre. Da kann sowas schon mal vorkommen. Da probier ich mal aus, ob ich deinem Gedächtnis etwas nachhelfen kann, in dem ich dich auch noch mal zum Start zurückschicke.

