Da schaut man mal 10 Minuten nicht nach den Jungs. Nach dieser Zeitspanne kam mir die Ruhe schon ein wenig verdächtig vor. Auch wenn ich am Stöhnen bin, dass es ja immer laut zugeht. Wenn es zu lange zu leise ist, dann ist es mir natürlich auch wieder nicht recht. Dann weiß ich: die hecken doch wieder was aus.

webstuhlIn diesen 10 Minuten haben sie etwas wundervolles gewebt. Für den Webstuhl musste das Gartentürchen herhalten und für den Faden reicht ein einfaches Absperrband (nein, ich will nicht wissen, wo DAS nun wieder herkommt).

Auch wenn es schwer zu erkennen ist, möchte ich doch die Aufmerksamkeit auf die sorgsame Verarbeitung legen. Ein Meisterstück.

Kinder Klopapierrolle
So kann Klopapier nur aussehen, wenn zuerst ein Kind auf der Toilette war und danach Mama oder Papa zum Aufrollen. Sollte jemandem irgendwo eine derartige Klopapierrolle auffallen, ohne dass ein Kind in der Nähe war, bitte sofort einen Kommentar hinterlassen.

thermometer1.pngFabian ist fasziniert von Zahlen, Symbolen und allem was damit zusammenhängt. Ach so, das hatte ich wohl bereits erwähnt. Aber in unserem rasanten Tempo ergeben sich ja immer wieder neue Kuriositäten.

Auf unserer Terrasse hängt ein Thermometer. Da wir jetzt – wo wir schon klimatischen Sommer haben – häufiger draußen sitzen, fällt Fabians Blick ständig auf das Thermometer. Nein, Entschuldigung. Fabian sitzt natürlich höchsten beim Essen (ansonsten tobt er mit Felix ja eher lebhaft durch die Gegend).

 

Weiterlesen »

Erwähnte ich bereits, dass unsere Mahlzeiten immer höchst unruhig sind? Ich glaube, nur so ein- zweimal :-D

Aber es ist ja nicht so, dass die Unruhe immer gleicher Art ist. Oh nein. Es ist immer abwechselnd unruhig. Mittlerweile kommt allerdings häufiger von

Felix
“Kann jemand mal eine Geschichte aus seiner Kindheit erzählen?”

Der große Vorteil beim Erzählen ist, dass es dann relativ ruhig bleibt. Allerdings kommt man dann selbst leider nicht zum Essen.
Nun gut, ich hatte neulich bei “Galileo” die “Möchte-gern-Dokumentation” über das Geisterschiff “Marie Celeste” gesehen. (Und wie ich soeben bemerke findet sich auf Wikipedia eine sehr gute Beschreibung. Da hätte ich mir die 60-Minuten-Pseudo-Doku mit extra viel Werbung garniert komplett sparen können. Mist!)

Ich denke ”Geisterschiffe’ dürften Fabian und Felix interessieren, also fange ich an.
Weiterlesen »

Für Fabian war ja schon lange alles faszinierend, was irgendwie nach Buchstaben aussah. Auch das Frühstücken ist immer wieder Schauplatz eifriger Vorlesungen.

Fabian
“FETTARME MILCH! … DA STEHT ‘FETTARME MILCH’!”

Dabei vergisst er zwangsläufig das Essen. Er vergisst eigentlich schon über das Luftholen das Essen. Und wenn man ihn nicht während einer Mahlzeit (die ca. 30 Minuten dauert) mindestens 15 Mal daran erinnert doch bitte, bitte weiterzuessen, dann am vierten Tage endlich gar Der Fabian wie ein Fädchen war/wär. [Struwwelpeter].

Da entdeckt Fabian den Fleischwurst-Ring.

Fabian
“OOOOH! DAS SIEHT JA AUS WIE EIN ‘O’! EIN GROSSES ‘OOOOO’! EINE OOOO-WURST!”

Kurzer Moment Stille … so kurz, dass es kaum erwähnenswert ist

Fabian
“UND WENN WIR DIE HÄLFTE AUFGEGESSEN HABEN, IST ES EINE ‘C’-WURST ODER EINE ‘U’-WURST!”
Felix
“JAAA! EINE ‘U’-WURST! HIHIHI”

Beide kichern was das Zeug hält

Fabian
“HUHUHU! UND DANN WENN WIR NOCH MEHR ESSEN BEKOMMEN WIR EINE ‘J’-WURST UND EINE ‘I’-WURST!”

Das Kichern steigert sich ins Unermeßliche

Ich spüre noch wie mein Gehirn langsam herunterfährt.

Deutsche Grammatik ist nicht wirklich einfach. Dafür aber aus Kindermund umso lustiger. Das Wunder der Geburt ist aktuell für Fabian und Felix etwas extrem Faszinierendes.
Gut, auch ich kann mich dieser Faszination kaum entziehen, obwohl ich mir deswegen noch lange keinen Teddybären unter den Pulli stecke.

Und wie immer müssen Fabian und Felix es mal wieder völlig übertreiben. Kurz vor dem Schlafengehen werden regelmäßig alle auffindbaren Kuscheltiere zusammengesucht und unter das Schlafanzugoberteil gestopft. Egal ob Bär, Maus oder Nikolaus … alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist (was sich bei Kuscheltieren insgesamt schwierig gestaltet) landet im Bauch.

Das Ganze wird dann lautstark begleitet:

Fabian
“BOOOOAHHHHH! HAB ICH VIELE BABIES IM BAUCH!”
Felix
“BOOOAAAHHHH! ICH HAB NOCH VIIIEL MEHR BABIES IM BAUCH!”

Mühsam versucht er die Kuscheltiere daran zu hindern aus ihrem kleinen Versteck zu purzeln, was sich schwierig gestaltet, da die Kuscheltiere rundherum verteilt sind (also auch im Rücken). Schließlich fällt dann doch der Kuschelaffe runter.

Felix
“OOOOOOH! ICH HAB GRAD EIN BABY GEBOHRT!”

“Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.”
Antoine de Saint-Exupéry

Metaphorische Beschreibungen sind scheinbar für Kinder nicht so ganz einfach zu verstehen. D.h. nein, eigentlich verstehen sie diese Umschreibungen sehr gut, nur nicht in ihrem versteckten Sinne, sondern direkt wie die Worte daher kommen.

Die große Weisheit von Saint-Exupéry entfaltet daher bei Fabian und Felix ihren “eigentlichen” Sinn.

Beim Frühstück kommt es auf einigen Umwegen zu folgendem Gespräch:
Weiterlesen »

Nachdem gestern einer Bekannten das Auto aufgebrochen wurde, kommt Annabelle nicht umhin einen Schwank aus ihrer Jugend zu erzählen.

Annabelle
Damals hatte ich mir von meinem ersten verdienten Geld ein teures Autoradio für meinen Benny gekauft.
(Vergeben eigentlich Männer auch Namen für ihre Autos? – Anmerkung des Verfassers)
Und kaum hatte ich es eingebaut, wurde am nächsten Tag die Autoscheibe aufgeschnitten und das Autoradio geklaut.
Die haben sogar meine selbst aufgenommenen Kassetten geklaut. Ich weiß gar nicht, was die Gauner damit anfangen wollten.
Fabian
Mama, ich weiß, was die damit anfangen wollten!
Annabelle
(etwas verwirrt) Ah ja?
Fabian
Die wollten Musik hören! (entrüstet) Das ist doch klar!

Felix ist heute beim Frühstück ganz verzweifelt. Ich merke es allerdings viel zu spät (schließlich muss ich ja erst mal eine Weile in mich hineinlachen).

Felix
Wie heißt denn der Kapitän?
Annbelle
(schaut etwas verduzt) Welcher Kapitän?
Felix
Na DER Kapitän. Wie heißt der denn? Mit Vornamen?

Na gut, da keiner Bescheid weiß, geht die Frage im allgemeinen Frühstücksgetümmel etwas unter.

Fabian
(er wollte schon länger etwas sagen, kam aber nicht zu Wort – eigentlich nur unsere Kinder zu Wort kommen) Mammmaaaa, UUUUUUND. Weil nääämlich …

Stöhn! So fangen die Sätze fast immer an. Vor allem … wenn dann nichts Interessantes mehr folgt.
Weiterlesen »

Deutsche Sprache, schwere Sprache. Das merke ich immer wieder, wenn sich unsere Kids neue Möglichkeiten zur Sprachumbiegung ausdenken. Es liegt natürlich einmal in der Natur der Dinge, dass den Beiden nur ein etwas eingeschränkterer Wortschatz zur Verfügung steht. Glücklicherweise sind sie so hemmungslos mit den Wörtern, die sie zur Verfügung haben alles auszudrücken was sie möchten. Das Schöne daran ist, dass man sie im Kontext gut verstehen kann.

Außerhalb des Kontext sorgt die Frage: “Hast du dein Bett schon gefegt?”, sicherlich für eine Bewegung der Augenbrauen nach oben.

Aber so ist es. Fabian und Felix fegen morgens ihre Betten. Soll heißen: Sie machen ihre Betten (allerdings gibt das nicht ganz den Umfang der Tätigkeiten her).
Weiterlesen »