Es ist eine Qual mit dem Fernsehen

Eine Woche herrlicher Urlaub liegt hinter uns. In der sehr schön gelegenen Ferienwohnung gab es tatsächlich einen Fernseher. Glücklicherweise war die Versuchung “durchzuzappen” nicht besonders groß. Es gab nämlich nur ein deutsches Programm. Natürlich das eine Programm bei dem man in der ersten Reihe sitzt.

Ein Programm macht echt was her, da kann man sich sogar die Fernbedienung sparen. Nun gut. Leider sind wir dann doch bei einer komischen Sendung hängengeblieben, bei der ich mich im Nachhinein noch frage: wofür wurde da bitteschön Zelluloid verschwendet? Ich habe mich sogar dermaßen geärgert, dass es mir fast den Urlaub versaut hätte.

Aber glücklicherweise konnten wir dann die restlichen Tage bei absoluter Fernsehabstinenz genießen.

Diese Woche Enthaltsamkeit hat aber offensichtlich ausgereicht, um meine sowieso schon sehr geringe Niveau-Erwartung an das deutsche Fernsehen ein klitzekleines bisschen höher zu schrauben.
Als wir also wieder zu Hause im Fernsehparadies waren, in dem sogar zwecks Zappen mehrere Kanäle vorhanden sind, blieb ich auch gleich bei einem privaten Sender hängen. Eine Show für Guiness-Rekorde. Nun ja.
Ich zappe just in dem Moment hinein, als jemand mit seiner Stirn einen hölzernen Klodeckel nach dem anderen zerstört. Offensichtlich hat der Kerl ein Brett vorm Kopf.
In einem Youtube-Video hätte ich mir das Ganze wohl immerhin maximal ca. 5 Sekunden angeschaut. Hier jedoch durfte man das ganze Gelage in seiner vollen Schönheit “1 Minute bzw. ein paar Dutzend zerstörte Klodeckel” lang bewundern.

Ich war offensichtlich zu sehr gelähmt, um den Zap-Knopf der Fernbedienung zu finden. Als das Klodeckel-Gemetzel vorbei war, wurde mir schlagartig klar: mehr Kanäle machen auch nicht mehr Qualität. Erträglich wird das alles nur durch rechtzeitiges umschalten.

Nicht, dass ich das nicht schon vorher wusste. Aber so etwas braucht wirklich niemand. Ich werde mir demnächst jedenfalls wieder öfters ein Buch gönnen.

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