Ich bekomme aber noch mein Taschengeld

Das Gute-Nacht-Sagen dauert mal wieder etwas länger. Gerade wenn es ans Schlafen gehen soll, fallen Fabian noch munter die interessantesten Themen ein. Solange geredet wird, kann nicht geschlafen werden. Welch genialer Trick.

Diesmal geht es irgendwie um das Arbeiten. Ich weiß nicht mehr genau wie wir dahin kamen, aber um das Einschlafen noch hinauszuzögern ist jedes Thema recht.

Fabian
Wie lange musst du denn eigentlich noch arbeiten?
ich
Hmmm, muss ich mal rechnen. Wenn ich mit 67 Jahren in Rente gehen darf, dann muss ich noch … schluck … 26 Jahre arbeiten. Uffff!
Fabian
Das ist nicht so schlimm!
ich
(schluchzend) Wie? Das ist nicht so schlimm? Das ist eine ganz schön lange Zeit
Fabian
Nein! Ich meine, du musst eigentlich nicht so lange arbeiten!
ich
Oh! Dann ist ja gut. Und warum muss ich nicht so lange arbeiten?
Fabian
Na ja! In 26 Jahren bin ich 36 Jahre alt. Und in dem Alter arbeite ich doch schon lange!
ich
(etwas verwirrt) Jaaaaah?
Fabian
Ja! Wenn ich arbeite und Geld verdiene, dann brauchst du doch nicht mehr arbeiten
ich
(ganz begeistert) Du meinst, du verdienst dann für uns alle das Geld? Super! Moment, wenn du – sagen wir mal im Alter von 30 Jahren arbeitest und für uns alle Geld verdienst, könnte ich mich schon in 20 Jahren zur Ruhe setzen?
Fabian
(etwas zögerlich) Jaaaa. Aber mein Taschengeld bekomme ich dann doch weiter!

PS: Wer seinen Monatsverdienst gerne an mich gegen ein Taschengeld (3 EUR / Woche) abtreten möchte, sollte sich schleunigst bei mir melden! :-)

PPS: Hier findest du LEGO Piraten :-)

Männergespräche

Wir drei Männer sitzen am Frühstückstisch (die Mama braucht wie immer länger). Ich fühle mich noch ziemlich schläfrig, aber Fabian und Felix sind schon hellwach und plappern was die Ohren halten.

Felix
Ja, Fabian. Und dann läufst du volle Kanne los. Du musst natürlich die Leiter vorher wegstellen!
ich
???
Fabian
Genau, Felix! Und du musst dann voll aufpassen. Wegen der Grasfüße!
ich
???
Felix
Stimmt. Aber danach springst du …
ich
Ähhhh? Jungs? Wovon redet ihr eigentlich die ganze Zeit? Ich verstehe nur Bahnhof.
Felix
(schaut mich wegen der Unterbrechung des intensiven Gesprächs mit hochgezogenen Augenbrauen genervt an)
MÄNNERGESPRÄCHE!

Wer hat was von wem?

Wie wohl in jeder Familie, so wird auch bei uns ab und zu “analysiert” wer wohl welche Eigenschaften an welches Kind weitergegeben hat.
Wir hatten die Diskussion schon lange nicht mehr. Aber nach dem “Schwarzine”-Witz und einigen Kommentaren auf Facebook stand meine Aussage “Unsere Kinder haben alle positiven Eigenschaften von Annabelle” im Raum.

Das wurde natürlich ausgiebig beim Abendessen erörtert (wann wird es jemals ein stilles Essen bei uns geben?)

Annabelle
Du hast ja so recht. Ihr beiden (zeigt auf Fabian und Felix) habt alle guten Eigenschaften von mir.
Stefan
Hmm, naja. Das habe ich nur so dahingesagt. Sooooo einfach kann man das ja auch nicht sagen. So einige schlechte Charakterzüge sind eindeutig aus deiner Linie!
Annabelle
So? Also, den Dickschädel haben die Beiden schon mal von dir!
Stefan
DICKSCHÄDEL? ICH? NEEEEEEE! Der ist von dir!
Annabelle
Neeee, der ist von dir!
Stefan
Von dir!
Annabelle
Und die Besserwissenschaft haben sie auch von dir
Stefan
Das heißt Klugscheißerei und das kommt von dir!
Annabelle
Siehste! Da haben wir es wieder
… ich könnte das jetzt genüsslich fortsetzen … aber da meldet sich noch jemand zu Wort …
Felix
Also, EINS haben wir doch ganz Tolles von Papa!
Stefan
Ach, so! Eine Sache. Na, immerhin. Jetzt bin ich aber mal gespannt! Was denn?
Felix
Ja, eine, die einzige Sache, die wir von Papa haben und die ganz toll ist: wir sind Männer!

Ha! Meine Jungs!

Die Blondine und die Schwarzine

Dieses Posting ging zwar schon über die Facebook-Bühne, aber da ich in ein paar Jahren in Facebook nichts wieder finden kann, hier aber noch die Geschichten aus dem Jahre 2004 erhalten sind, muss ich das mal eben in Stein meißeln.
Außerdem sollt ihr das ganze Ausmaß der Geschichte erfahren, nicht nur den kleinen Ausschnitt auf Facebook.

Wir waren heute morgen in der Hanauer Bücherei. Ich liebe Bücher und Büchereien noch mehr. Nicht die sauberen, sterilen großen Bibliotheken, sondern diese kleinen Büchereien. Weiterlesen

Ich habe was verloren

Unser Skiurlaub war wirklich schön. Der Schnee war toll und auch das Wetter war uns wohlgesonnen. Ein Glück, denn so konnten wir außer Skifahren noch unsere zweite Lieblingsbeschäftigung ausüben: Von unseren Kindern die verlorenen Dinge aufsammeln.

So war dann auch, ähnlich wie bei Schulklassen, “Durchzählen” angesagt. Bevor wir in die Gondel stiegen: “Handschuhe durchzählen!”

8? Gut. Skistöcke? Auch 8. Mützen?

Und so konnte ich zwischenzeitlich noch den ein oder anderen Handschuh und auch mal eine Skibrille retten.

Abends im Hotel, wir hatten glücklicherweise 2 Zimmer, hörte ich dann aus dem Nachbarzimmer (durch eine Schiebetür getrennt – ich hasse seitdem Schiebetüren)

Fabian
Ich habe was verloren!
ich
Ohhhh nein!!!!
Fabian
Mist! Ich habe was verloren!
ich
Ja, verstanden. Was denn? Doch nicht etwa einen Handschuh? Den Schal?
Fabian
So ein blöder Mist! Dass ich das jetzt verloren habe!
ich
Zum Kuckuck! WAS DENN?
Fabian
Ich habe meinen blauen Schildkrötenpanzer verloren!
ich
… ???

Ich hasse Super Mario und ich hasse Nintendo. Falls ich das nicht schon mehrfach erwähnt haben sollte.

PS: Ein Glück hat er nicht sein Piratenschiff Spielzeug verloren :-)

Fotos vom Wald

Beim Einschlafen entfährt Felix noch ganz kurz die wichtigste Info, die er seit dem Mittag nicht losgeworden ist.

Felix
Uhhh. Ich brauche für morgen noch Fotos vom Wald!
Ich
Hä? Fotos vom Wald? Wie meinst du das jetzt?
Felix
Ja. Fotos vom Wald halt. So 4.
Ich
4? 4 Fotos? Soll ich die jetzt noch knipsen und bis morgen früh entwickeln lassen? Äh, es ist 20:00 Uhr. Oder soll ich dir die Digitalkamera mitgeben und du schaust sie dir darauf an? Oder soll ich im Internet welche suchen und ausdrucken?
Felix
Drucken
Ich
Aha!? Wofür brauchst du die denn überhaupt?
Felix
Malen

Mehr ist nicht aus ihm herauszuholen. Er schläft schon fast.

Ich werde aus meinen Kindern nie schlau. Weiterlesen

Shazam ist cool, manchmal

Shazam hat mir schon oft gute Dienste geleistet. Einfach ans Radio halten, zack, Song erkannt. Da macht es dann auch nichts mehr, dass die Radiomoderatoren es nicht nötig haben, Lieder ordentlich an- oder abzumoderieren. Shazam erkennt die Songs sehr zuverlässig.
Da dachte ich mir, dass Shazam vielleicht auch erkennt, was meine Jungs gerade auf dem Klavier spielen. Fabian spielt gerade “Wilder Reiter” von Schumann. Mal sehen wie gut das erkannt wird. Und tatsächlich, da wird doch was gefunden:

Clockwork von Jonas Steur

Wusste gar nicht, dass hausgemachte Klaviermusik so sehr House ist :-D

Ich telefoniere

Ich rufe kurz zu Hause an:

Felix
Felix Vogel
Ich
Hallo Felix, mein Schatz.
Felix
Hallo!
Ich
Ich wollte nur kurz Bescheid sagen, dass ich heute Abend etwas später komme.
Felix
Ok. Tschüß!
Ich
Hu??? Du hast es aber eilig!
Felix
Ja, Tschüß!
Ich
Wow, du scheinst ja ganz begeistert zu sein, was machst du denn gerade sooo wahnsinnig Tolles?
Felix (er stutzt, man hört an der Stille förmlich für was für eine dämliche Frage er das hält)
Na, … ich … telefoniere?
???
PS: Wahrscheinlich war er so entnervt, weil er schnell mit seinem Playmobil Piratenkaperschiff weiterspielen wollte :-)

Zebras und gebohrte Hormone

Unsere Jungs haben einen netten Tageskalender, der jeden Tag eine neue Frage aufwirft und auch beantwortet. Da erfahren selbst die Großen ab und zu etwas Neues.

Heute stand folgende Frage bei Felix im Kalender:

Zebras haben identische Streifen:

  1. Innerhalb der Familie
  2. Innerhalb des Rudels
  3. gar nicht

Felix überlegt:

Felix
Ja, also wenn die Zebra-Mama ein Kind bohrt …
Annabelle
Ein Kind gebährt. Das Kind wird doch nicht gebohrt.
Felix
Ja, ja. Also wenn die Zebra-Mama ein Kind bohrt, gebohrt … äh gebährt, dann hat doch das Kind auch die gleichen Hormone wie die Mama.
Annabelle
Du meinst “Chromosomen”, es sind aber wohl eher die Gene, die das Aussehen bestimmen.
Felix
Ja, ja. Also die Hormone … Chromosomen, Gene von der Mama. Und dann müssen die Kinder doch auch die gleichen Streifen haben.
Annabelle
Gut überlegt. Aber du hast ja auch meine Gene bekommen und siehst nicht so aus wie ich.
Felix
Ich habe ja auch keine Streifen!
PS: LEGO Piraten gesucht? oder Piraten Spielzeug?.

Kika d e

Unsere Jungs sind ja immer darauf bedacht ordentlich was los zu machen. Sie haben sowieso jeden Tag viel zu wenig Zeit zum Spielen. Ich frage mich allerdings meistens: “Was haben die beiden denn anderes getan als Spielen?”. Hausaufgaben oder ähnliche “wichtige” Dinge können es eher nicht sein. Und Trödeln zähle zumindest ich immer zur Spielezeit.

Aber Spielen ist bei den Jungs natürlich nicht einfach nur ein Brett-Spiel oder etwas Ruhiges. Nein, Spielen ist Hardcore-Toben, Klettern, Fangen, Rennen, Knie aufschlagen und Beule kriegen. Auch Fernsehen gehört nicht dazu, weswegen der Fernseher bei uns meistens aus ist. Ebenso sind andere Stillsitz-Tätigkeiten wie Computer-Spiele, Internet, Nintendoe, … auf keinen Fall “Spiele” und werden daher eher gemieden.

Als letztens Besuch da war und nachdem alle hechelnd am Tisch saßen, um etwas verlorene Flüssigkeit nachzugießen, fragte Felix unseren Gast ganz interessiert: “Und was spielst du sonst so?”

Die Antwort kam prompt: “Ich spiele am liebsten Kika d e!”

Ok, Kika.de ist auch ein spannendes Spiel. Bin ich so froh, dass unsere Jungs noch “normal” spielen. Auch wenn ich mir insgeheim häufiger etwas Ruhigeres wünsche.

Felix schaut erst völlig entgeistert. Ich frage mich immer noch was er eigentlich verstanden hat. Wahrscheinlich kam bei ihm nur “Kika” an, den Kanal kennt er immerhin von der “Sendung mit der Maus”.

Felix antwortet also völlig entrüstet: “Aber das ist doch kein SPIEL!”

PS: Da muss ich Felix völlig recht geben. Viel schöner ist das Piraten Spielzeug, wie z.B.: die PLAYMOBIL Piraten.