Etwas mehr Normalität, bitte!

Es ist manchmal immer schon etwas anstrengend.
Und ich frage mich jeden Tag mindestens einmal: “Warum können die Kids nicht einfach mal etwas normal machen!”

“Normal” wie in “normal gehen” oder in “normal die Zähne putzen”. Warum müssen meine Kinder denn beim Gehen immer den “Minister für komische Gangarten” mimen? (Obwohl sie den Sketch gar nicht kennen)

Selbst da wo ich dachte, ich würde alle Möglichkeiten kennen, überraschen mich meine Jungs.

Fabian
Schau mal, Papa! Beim Lichtschalter gibt es nicht nur “ein” oder “aus”. Es gibt auch ein “dazwischen”!

Aus dem Schalter tönt ein merkwürdiges rasselndes Geräusch und wir stehen disko-mäßig im Stroboskoplicht.

Aber heute kam ich nach Hause und wurde völlig überrascht.

Annabelle
Die Beiden haben ganz friedlich Papierboote gefaltet!
ich
Papierboote? Du meinst so ganz normal ein Boot aus Papier falten? So normal wie es sich gehört? Fantastisch!
Annabelle
Ich sagte schon: Papierboote!

Seufz

Und der Vollständigkeit halber hier noch der referenzierte Sketch:

Johannes Alt Fachbuchhandlung – och nee

Es gibt noch Zeiten in denen fühle ich mich um mindestens 20 Jahre jünger.
Oder besser gesagt, ich fühle mich 20 Jahre zurück versetzt.

So auch neulich in der Medizinischen Fachbuchhandlung an der Uniklinik Frankfurt “Johannes Alt”.

Zugegeben, ich habe von Medizin keine Ahnung. Deshalb spiele ich auch nur den Bringdienst für Annabelle.

ich
Kann ich denn die Bücher auch zurückgeben?
Verkäuferin
Kein Problem.

Na, gut. Ist klar. Was anderes habe ich auch nicht erwartet. Schließlich gehe ich in so einen echten Reale-Welt-Laden um Service zu bekommen.
Eine Woche später (natürlich habe ich eins der gefühlten 20 Bücher falsch gekauft) bin ich wieder bei Johannes Alt vorstellig geworden:
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Browser Tabs und Bildschirm

Ich bin kein Interface-Experte, aber vielleicht kann mich ja ein Experte aufklären? Ich verstehe da nämlich etwas Grundsätzliches nicht.

Mein Monitor/Bildschirm ist eher “quer” als längs (auf meinem Laptop habe ich eine Auflösung von 1280×1024).
Die meisten Websites sind vom Layout eher lang als breit (vor allem, wenn man sich die meist uninteressanten Sidebars wegdenkt).

Hier ein Bild: Weiterlesen

Blogeinnahmen im Februar

Über die interessanten Blogeinnahmen hatte ich ja schon berichtet.
Offensichtlich hat Adsense große Probleme mit kleinen Beträgen.
Diesmal ist die Kurve noch spannender:

Wahnsinn! Ich zähle 14 Tage mit einem Ausschlag nach oben, damit verteilen sich die 2 Cent auf 14 Einzeleinnahmen.
Allerdings scheinen die Ausschläge in Y-Richtung von der Skala her irrelevant zu sein. Da frage ich mich wie es überhaupt soooo viel Geld werden konnte :-)

Schaschlikspieß

Kreativ wie unsere Jungs immer sind (und kreativ wie auch Schule und Lehrer sind), wird ständig das absurdeste Bastelmaterial benötigt. Seien es Streichhölzer, Kataloge (wer hat heute im Internet-Zeitalter bitteschön noch einen 5 kg-schweren Neckermann-Katalog?) oder Zahnstocher.

Meistens Immer werden die Wünsche mit der Deadline “Jetzt” vorgetragen. Z.B. morgens um 7:30 Uhr: “Ich brauche für heute noch 20 leere Klorollen!”
In der Hektik des Morgens ist das gar nicht so schlecht. Da laufe ich nicht Gefahr einzuschlafen.

Diesen Morgen wird der Wunsch schon beim Frühstück (6:30 Uhr) vorgetragen.

Felix
Ich muss heute noch diese Dinger mitbringen!
Annabelle
Dinger? Heute?
Felix
Diese Holzdinger! Sowas wie Zahnstocher … nur länger.
Annabelle
Aha! Du meinst Schaschlikspieße.
Felix
(Stochert ganz versonnen in seinen Cornflakes und bekommt nicht viel mit)
Annabelle
Wie heißen diese Dinger?
Felix
(blickt erstaunt hoch) Hm? Schaschlikspieße!
Annabelle
Oh! Ich dachte, du hast mir nur eben die Besorgung aufgetragen und hast dann gar nicht mehr zugehört.
Felix
Wie bitte?

Kurz vor Ende des Frühstücks, fallen Felix dann noch wieder die Schaschlikspieße ein.

Felix
Darf ich die denn jetzt haben? Diese … äh … Steinbockspieße?
Annabelle
Ah ha. Wie heißen die noch?
Felix
Ähhh, Schachleckspieß?
Fabian
Neee. Schachlechspieß!

Unterhaltungssoftware von Microsoft

Ich kann mich schon lange über die automatischen Übersetzungen köstlich amüsieren.
Es ist einfach herrlich was herauskommt, wenn man Computern das “Denken” überlässt.

Wie ich feststellen konnte, ist die Spracherkennung ein ebenso unterhaltsames Gebiet der Computertechnik.
DAS musste ich doch gleich mal ausprobieren:
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Am Morgen

Wie schön, wenn ich zwischendurch mal Zeit habe mit den Jungs Hausaufgaben zu machen. Das ist auch bei den großen Managern, die die ganze Woche über nicht zu Hause sind, die Beschäftigung mit ihren Kindern: “Ich mache gerne mit meinen Kindern Hausaufgaben!”

Oh ja! Und außerdem verbringen diese “erfolgreichen” Karrieremänner auch unheimlich viel Zeit mit ihren Kindern.
Für mich war “Hausaufgabenmachen” auch immer ein idealtypisches Bild für “wir-verbringen-schöne-Zeit-zusammen”.

Ok, du als mein Leser weißt, dass dem natürlich nicht so ist.
Hausaufgaben sind harte, nervenaufreibende Arbeit, die eher auseinander treibt als dass sie ein großes buntes Band der Zusammengehörigkeit schweißt. Weiterlesen

Wohin des Weges?

Gerade eben mal aktualisiert auf Google Chrome 9 – meinen mittlerweile ständig parallel-laufenden Browser (parallel zum Firefox). Ich merke allerdings, dass ich mit Chrome immer mehr “Zeit verbringe”.
Außer beim Google-Notebook (wie bezeichnend, da setzt der Chrome häufig aus und nichts geht mehr).

Aber ich liebe es, wie der Browser sofort nach Start erscheint. Dagegen kommt mir der Firefox fast vor wie vor einigen Jahren der Internet Explorer. Bis die behäbige alte Dame erstmal durchgestartet ist, ziehe ich mir mindestens drei Kaffee rein.

Beim Upgrade von Chrome bin ich auch über den Web-App-Store gestolpert. Und da ich mir im Traum nicht vorstellen konnte tatsächlich einmal Comics am Computer zu lesen, musste ich mir gleich Graphic.ly “installieren”.
Es gibt einige freie Comics (natürlich alles auf Englisch) zum “Probieren”.
Was mich direkt vom Hocker gerissen hat (und mich veranlasst hat gleich einen Blogbeitrag zu schreiben) ist die Navigation.

Da kann man wirklich stumpf mit “Cursor-Rechts” durch die Panel navigieren, wobei das aktive Panel hervorgehoben wird. So geht es auch mit kleinen Screens (ohne umständlich Bilder zu vergrößern und zu scrollen).

Sieht z.B. so aus:

So macht tatsächlich Comic-Lesen am Computer Spaß. Wirklich krass.
Jetzt fehlt natürlich noch jede Menge Comic-Material. Aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Und die vergeht im Internet doch immer noch viel rasanter als ich mir das jemals vorzustellen wage.

Gedankenkreisel

Wie so oft neigt sich der Tag zum Ende, aber Fabians Kopf ist noch ganz aufgeregt.
Das Gute-Nacht-Ritual hat zwar extra eine “in-Ruhe-Lese”-Zeit, aber die scheint Fabian aktuell nur noch mehr aufzudrehen.
Nachdem wir nun schon einige Zeit ganz in Ruhe geredet haben …

ich
Gute Nacht, Fabian!
Fabian
Ich kann aber noch nicht schlafen, ich muss an so viele Sachen denken.
ich
(seufz) Ja! Noch mehr Sachen? Du hast doch eben schon so viel erzählt.
Fabian
(verzweifelt) Aber noch nicht alles. Dann muss ich doch noch an die Winkel in Geometrie denken und an die if-clauses. Und wenn ich daran gedacht habe, denke ich über Harry Potter nach und dann wieder an Geometrie. Danach dann nochmal an die if-clauses.
Und dann denke ich daran immer schneller. Und wenn ich schnell genug an alles denke, dann habe ich irgendwann so einen Kreisel im Kopf.
ich
(oberseufz) Einen Gedankenkreisel!?? Oh ha!!
Fabian
(ganz aufgeregt) Ja und der dreht sich immer schneller. Und dann ist er irgendwann weg.
ich
(erfreut) Ja, super. Und was ist dann?
Fabian
Das weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich bin ich dann eingeschlafen.
ich
Das Einschlafen beschützt dich davor, dass dein Kopf explodiert? Das ist sehr beruhigend. Dann dreh jetzt einfach den Kreisel und schlaf dabei ein.

Und es kommt wie es kommen muss. Eine halbe Stunde später höre ich den verzweifelten Ruf aus Fabians Zimmer:

Fabian
Ich kann nicht einschlafen!

Seufz!