2. Sieger im Mathe-Wettbewerb

Fabian ist nicht nur in die 3. Runde des Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen gekommen.
Nein, er hat auch noch glorreich den 2. Platz errungen. Und das mit seinen 11 Jahren in der 8. Klasse (die anderen Plätze waren dementsprechend auch schon so manchen Kopf größer – also körperlich). Insgesamt waren über 55.000 hessische Schüler/Schülerinnen angetreten.

Auf der Siegerehrung sprach nicht nur die Hessische Kultusministerin Nicola Beer, auch sein Schuldirektor Jürgen Scheuermann der Karl-Rehbein-Schule war extra angereist, um seinen besten Mathe-Schüler zu begleiten.

Ganz rührend hatte seine Mathematik-Lehrerin Esther Meinhardt, die ebenfalls anwesend war, für Fabian noch ein Gedicht geschrieben, was ich keinesfalls in der Schublade verstauben lassen möchte: Weiterlesen

Etwas mehr Normalität, bitte!

Es ist manchmal immer schon etwas anstrengend.
Und ich frage mich jeden Tag mindestens einmal: “Warum können die Kids nicht einfach mal etwas normal machen!”

“Normal” wie in “normal gehen” oder in “normal die Zähne putzen”. Warum müssen meine Kinder denn beim Gehen immer den “Minister für komische Gangarten” mimen? (Obwohl sie den Sketch gar nicht kennen)

Selbst da wo ich dachte, ich würde alle Möglichkeiten kennen, überraschen mich meine Jungs.

Fabian
Schau mal, Papa! Beim Lichtschalter gibt es nicht nur “ein” oder “aus”. Es gibt auch ein “dazwischen”!

Aus dem Schalter tönt ein merkwürdiges rasselndes Geräusch und wir stehen disko-mäßig im Stroboskoplicht.

Aber heute kam ich nach Hause und wurde völlig überrascht.

Annabelle
Die Beiden haben ganz friedlich Papierboote gefaltet!
ich
Papierboote? Du meinst so ganz normal ein Boot aus Papier falten? So normal wie es sich gehört? Fantastisch!
Annabelle
Ich sagte schon: Papierboote!

Seufz

Und der Vollständigkeit halber hier noch der referenzierte Sketch:

Taxi Vogel

Morgens ist es bei uns eigentlich immer stressig. Bis die Jungs so ihre Siebensachen zusammengepackt haben, dauert es schon ein Weilchen.

Häufig sind dann auch noch Sonderdinge fällig.

Letztens musste Fabian z.B. für den Pausenverkauf einen Kuchen mitnehmen.

Um exakt 7:25 Uhr packte Fabian sein Frühstück in den Rucksack und ich wies ihn wahrscheinlich zum 111. ten Mal darauf hin, den Kuchen nicht zu vergessen.
Exakt um 7:30 Uhr steht Fabian mit seinem Rucksack (und auch mit Schuhen) an der Tür.

ich
Hast du an alles gedacht?
Fabian
Ja!
ich
Wirklich?
Fabian
(schon leicht genervt) Jaaahaaa!
ich
Ohhh man! Der Kuchen!!!

Ok, eine Minute später sitze ich im Auto (auch Felix ist mittlerweile losgekommen – ohne Jacke bei +4° kein Problem, immerhin hatte er Schuhe an).

Fabian kommt angerannt und reißt die Tür auf:

Fabian
Einmal Schlossplatz, bitte!

8O
(Mal sehen was er sagt, wenn ich ihm die Rechnung vorlege :-))

Ich bekomme aber noch mein Taschengeld

Das Gute-Nacht-Sagen dauert mal wieder etwas länger. Gerade wenn es ans Schlafen gehen soll, fallen Fabian noch munter die interessantesten Themen ein. Solange geredet wird, kann nicht geschlafen werden. Welch genialer Trick.

Diesmal geht es irgendwie um das Arbeiten. Ich weiß nicht mehr genau wie wir dahin kamen, aber um das Einschlafen noch hinauszuzögern ist jedes Thema recht.

Fabian
Wie lange musst du denn eigentlich noch arbeiten?
ich
Hmmm, muss ich mal rechnen. Wenn ich mit 67 Jahren in Rente gehen darf, dann muss ich noch … schluck … 26 Jahre arbeiten. Uffff!
Fabian
Das ist nicht so schlimm!
ich
(schluchzend) Wie? Das ist nicht so schlimm? Das ist eine ganz schön lange Zeit
Fabian
Nein! Ich meine, du musst eigentlich nicht so lange arbeiten!
ich
Oh! Dann ist ja gut. Und warum muss ich nicht so lange arbeiten?
Fabian
Na ja! In 26 Jahren bin ich 36 Jahre alt. Und in dem Alter arbeite ich doch schon lange!
ich
(etwas verwirrt) Jaaaaah?
Fabian
Ja! Wenn ich arbeite und Geld verdiene, dann brauchst du doch nicht mehr arbeiten
ich
(ganz begeistert) Du meinst, du verdienst dann für uns alle das Geld? Super! Moment, wenn du – sagen wir mal im Alter von 30 Jahren arbeitest und für uns alle Geld verdienst, könnte ich mich schon in 20 Jahren zur Ruhe setzen?
Fabian
(etwas zögerlich) Jaaaa. Aber mein Taschengeld bekomme ich dann doch weiter!

PS: Wer seinen Monatsverdienst gerne an mich gegen ein Taschengeld (3 EUR / Woche) abtreten möchte, sollte sich schleunigst bei mir melden! :-)

PPS: Hier findest du LEGO Piraten :-)

Männergespräche

Wir drei Männer sitzen am Frühstückstisch (die Mama braucht wie immer länger). Ich fühle mich noch ziemlich schläfrig, aber Fabian und Felix sind schon hellwach und plappern was die Ohren halten.

Felix
Ja, Fabian. Und dann läufst du volle Kanne los. Du musst natürlich die Leiter vorher wegstellen!
ich
???
Fabian
Genau, Felix! Und du musst dann voll aufpassen. Wegen der Grasfüße!
ich
???
Felix
Stimmt. Aber danach springst du …
ich
Ähhhh? Jungs? Wovon redet ihr eigentlich die ganze Zeit? Ich verstehe nur Bahnhof.
Felix
(schaut mich wegen der Unterbrechung des intensiven Gesprächs mit hochgezogenen Augenbrauen genervt an)
MÄNNERGESPRÄCHE!

Wer hat was von wem?

Wie wohl in jeder Familie, so wird auch bei uns ab und zu “analysiert” wer wohl welche Eigenschaften an welches Kind weitergegeben hat.
Wir hatten die Diskussion schon lange nicht mehr. Aber nach dem “Schwarzine”-Witz und einigen Kommentaren auf Facebook stand meine Aussage “Unsere Kinder haben alle positiven Eigenschaften von Annabelle” im Raum.

Das wurde natürlich ausgiebig beim Abendessen erörtert (wann wird es jemals ein stilles Essen bei uns geben?)

Annabelle
Du hast ja so recht. Ihr beiden (zeigt auf Fabian und Felix) habt alle guten Eigenschaften von mir.
Stefan
Hmm, naja. Das habe ich nur so dahingesagt. Sooooo einfach kann man das ja auch nicht sagen. So einige schlechte Charakterzüge sind eindeutig aus deiner Linie!
Annabelle
So? Also, den Dickschädel haben die Beiden schon mal von dir!
Stefan
DICKSCHÄDEL? ICH? NEEEEEEE! Der ist von dir!
Annabelle
Neeee, der ist von dir!
Stefan
Von dir!
Annabelle
Und die Besserwissenschaft haben sie auch von dir
Stefan
Das heißt Klugscheißerei und das kommt von dir!
Annabelle
Siehste! Da haben wir es wieder
… ich könnte das jetzt genüsslich fortsetzen … aber da meldet sich noch jemand zu Wort …
Felix
Also, EINS haben wir doch ganz Tolles von Papa!
Stefan
Ach, so! Eine Sache. Na, immerhin. Jetzt bin ich aber mal gespannt! Was denn?
Felix
Ja, eine, die einzige Sache, die wir von Papa haben und die ganz toll ist: wir sind Männer!

Ha! Meine Jungs!

Die Blondine und die Schwarzine

Dieses Posting ging zwar schon über die Facebook-Bühne, aber da ich in ein paar Jahren in Facebook nichts wieder finden kann, hier aber noch die Geschichten aus dem Jahre 2004 erhalten sind, muss ich das mal eben in Stein meißeln.
Außerdem sollt ihr das ganze Ausmaß der Geschichte erfahren, nicht nur den kleinen Ausschnitt auf Facebook.

Wir waren heute morgen in der Hanauer Bücherei. Ich liebe Bücher und Büchereien noch mehr. Nicht die sauberen, sterilen großen Bibliotheken, sondern diese kleinen Büchereien. Weiterlesen

Ich habe was verloren

Unser Skiurlaub war wirklich schön. Der Schnee war toll und auch das Wetter war uns wohlgesonnen. Ein Glück, denn so konnten wir außer Skifahren noch unsere zweite Lieblingsbeschäftigung ausüben: Von unseren Kindern die verlorenen Dinge aufsammeln.

So war dann auch, ähnlich wie bei Schulklassen, “Durchzählen” angesagt. Bevor wir in die Gondel stiegen: “Handschuhe durchzählen!”

8? Gut. Skistöcke? Auch 8. Mützen?

Und so konnte ich zwischenzeitlich noch den ein oder anderen Handschuh und auch mal eine Skibrille retten.

Abends im Hotel, wir hatten glücklicherweise 2 Zimmer, hörte ich dann aus dem Nachbarzimmer (durch eine Schiebetür getrennt – ich hasse seitdem Schiebetüren)

Fabian
Ich habe was verloren!
ich
Ohhhh nein!!!!
Fabian
Mist! Ich habe was verloren!
ich
Ja, verstanden. Was denn? Doch nicht etwa einen Handschuh? Den Schal?
Fabian
So ein blöder Mist! Dass ich das jetzt verloren habe!
ich
Zum Kuckuck! WAS DENN?
Fabian
Ich habe meinen blauen Schildkrötenpanzer verloren!
ich
… ???

Ich hasse Super Mario und ich hasse Nintendo. Falls ich das nicht schon mehrfach erwähnt haben sollte.

PS: Ein Glück hat er nicht sein Piratenschiff Spielzeug verloren :-)

Fotos vom Wald

Beim Einschlafen entfährt Felix noch ganz kurz die wichtigste Info, die er seit dem Mittag nicht losgeworden ist.

Felix
Uhhh. Ich brauche für morgen noch Fotos vom Wald!
Ich
Hä? Fotos vom Wald? Wie meinst du das jetzt?
Felix
Ja. Fotos vom Wald halt. So 4.
Ich
4? 4 Fotos? Soll ich die jetzt noch knipsen und bis morgen früh entwickeln lassen? Äh, es ist 20:00 Uhr. Oder soll ich dir die Digitalkamera mitgeben und du schaust sie dir darauf an? Oder soll ich im Internet welche suchen und ausdrucken?
Felix
Drucken
Ich
Aha!? Wofür brauchst du die denn überhaupt?
Felix
Malen

Mehr ist nicht aus ihm herauszuholen. Er schläft schon fast.

Ich werde aus meinen Kindern nie schlau. Weiterlesen