Browser Tabs und Bildschirm

Ich bin kein Interface-Experte, aber vielleicht kann mich ja ein Experte aufklären? Ich verstehe da nämlich etwas Grundsätzliches nicht.

Mein Monitor/Bildschirm ist eher “quer” als längs (auf meinem Laptop habe ich eine Auflösung von 1280×1024).
Die meisten Websites sind vom Layout eher lang als breit (vor allem, wenn man sich die meist uninteressanten Sidebars wegdenkt).

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Better than TV? Ein Plädoyer für die Sinnlosigkeit!

Seth Godin hat ja Recht mit seinem Beitrag But it’s better than TV.

Hektik & Sinnhaftigkeit (© eris23 photocase.com)Es gibt viele, viele bessere Möglichkeiten als Fernsehen. Wir haben bereits vor einiger Zeit den Fernseher aus dem Wohnzimmer in das Dachgeschoss verbannt.
Und, siehe da, diese Aktion hat bereits unseren Fernsehkonsum nahezu komplett zum Erliegen gebracht. Die Mühe ins Dachgeschoss zu gehen überwiegt bei Weitem den vermeintlichen Genussgewinn des Fernsehens (so es denn Fernseh-Genuss überhaupt gibt). Da hat uns gerade mal die Fußball-WM vor die Glotze motiviert.

Was könnten wir jetzt nicht alles mit der freien Zeit anstellen. Seth Godin hat eine schöne Liste aufgestellt, die man tun könnte, z.B. (ausschnittsweise frei übersetzt):

  • ein Blogbeitrag schreiben (ok, das tue ich sogar gerade :-))
  • eine Community starten
  • eine neue Sprache lernen
  • ein Buch lesen

Was tun wir aber mit der ganzen verfügbaren Zeit? Na, zumindest nichts aus Seth Godins Liste.

Wo ist da nun das Problem? Alle gelisteten Tätigkeiten haben einen Sinn! Alles was Seth vorschlägt, ist sinnvoll. Ein Buch lesen, also weiterbilden. Eine Community starten, sehr gut zum Vernetzen mit “Gleichgesinnten”. Eine neue Sprache lernen, wow super-duper sinnvoll!

Und was mache ich statt dessen? Ich aktualisiere meinen Status auf Facebook, surfe sinnfrei im Internet herum und schaue Youtube-Videos.

Das ist sicherlich keinen Deut besser als die Zeit mit Fernsehen zu verplempern.

Aber was soll ich sagen?

Ich erledige den lieben langen Tag fürchterlich sinnvolle Dinge (zumindest denke ich das). Die komplette Woche ist mit produktiven Erledigungen gefüllt. Selbst während vermeintlicher Wartezeiten höre ich Hörbücher, lese oder erledige Telefonate. Auch neben der Toilette liegt ein Buch.

Da will ich doch irgendwann einmal etwas komplett Sinnloses tun. Etwas, das überhaupt nichts bringt, nichts verbessert, nichts bewegt und einfach zu überhaupt nichts gut ist. So etwas wie Fernsehen! Oder  z.B. Twittern oder in Facebook die Glücksnuß [sic] zu befragen oder Bejeweled zu spielen. Tätigkeiten eben, wo man nur das Stammhirn benötigt (wenn überhaupt).

Müssen wir Menschen in der heutigen Zeit denn immer etwas Produktives machen? Warum? Brauchen wir nicht auch mal Zeit in der das Gehirn einfach runtergefahren wird (ich meine jetzt ohne sich total zu besaufen). Einfach mal nichts denken, nichts planen.

Wenn die Löwen satt gefressen sind, rennen sie nicht los und machen noch schnell ein paar Besorgungen für das Wochenende oder schreiben ein Buch. Sie pennen einfach!

Männliche Wasserschildkröten pflanzen sich besser fort, je mehr sie rumgammeln  (wer hierzu die Referenz findet, sagt mir bitte Bescheid – ich finde die Publikation dieser Forschungsergebnisse leider nicht mehr – und danach zu suchen fordert gerade viel zu viele Gehirnzellen).

Ich bin für das Recht auf sinnlose Zeit für jeden. Vielleicht sind wir dann alle ein wenig entspannter und lockerer (und pflanzen uns besser fort :-)).

Die Welt ist ein Dorf und Zeit ist ein Witz

Letzten Sonntag ging der Rummel um das Wembley-Tor hoch her. Natürlich haben wir mit unseren Jungs auch die Übertragung des WM-Spiels “unserer Jungs” :-) (England:Deutschland) im Fernsehen gesehen.

Was ich aber richtig hammermäßig fand (außer dem Spiel – ich bin eigentlich nicht wirklich ein großer Fußballfan, aber das Spiel hat mich richtig begeistert), ist der Ablauf nach dem Spiel.

Das Spiel war gegen 17:50 beendet. Bereits zwei Stunden später gab es bereits einen Nachtrag “Die Neuauflage des Wembley-Tores” (zu dem Zeitpunkt noch “Wembley-Tor 2010″) zur Wikipedia-Seite Wembley-Tor.
Bereits drei Stunden später (um 20:55 Uhr) enthielt der Absatz bereits einen Verweis auf einen Artikel in der Zeit “Umgekehrtes” Wembley-Tor erschüttert Three Lions, der gerade erst drei Minuten vorher erschienen war.
Hierin enthalten bereits die Reaktionen bzw. Aussagen von Löw, Beckenbauer, dem englischen Teammanager Capello und dem türkischen Nationaltrainer Hiddink.

Später am Abend (so gegen 22:00 Uhr) “googlete” (sagt man das so?) ich nach dem Begriff “Wembley-Tor” und fand endlos viele weitere Treffer, u.a. zum Online-Angebot der Bild-Zeitung, die bereits eine 3D-Animation der Tor (bzw. Nicht-Tor) -Szene erstellt hatten.

Nicht nur, dass wir zeitgleich die Geschehnisse verfolgen konnten, die knapp 9.000 km entfernt sind. Die Neuigkeiten und Infos hierzu sind bereits fünf Stunden später komplett redaktionell verarbeitet und indiziert einmal (wahrscheinlich mehrmals) um den Globus gegangen (und das an einem Sonntag).

Ich bin fasziniert (nur ich habe mehr als einen Tag gebraucht, um diesen Eindruck niederzuschreiben :-)).