Etwas mehr Normalität, bitte!

Es ist manchmal immer schon etwas anstrengend.
Und ich frage mich jeden Tag mindestens einmal: “Warum können die Kids nicht einfach mal etwas normal machen!”

“Normal” wie in “normal gehen” oder in “normal die Zähne putzen”. Warum müssen meine Kinder denn beim Gehen immer den “Minister für komische Gangarten” mimen? (Obwohl sie den Sketch gar nicht kennen)

Selbst da wo ich dachte, ich würde alle Möglichkeiten kennen, überraschen mich meine Jungs.

Fabian
Schau mal, Papa! Beim Lichtschalter gibt es nicht nur “ein” oder “aus”. Es gibt auch ein “dazwischen”!

Aus dem Schalter tönt ein merkwürdiges rasselndes Geräusch und wir stehen disko-mäßig im Stroboskoplicht.

Aber heute kam ich nach Hause und wurde völlig überrascht.

Annabelle
Die Beiden haben ganz friedlich Papierboote gefaltet!
ich
Papierboote? Du meinst so ganz normal ein Boot aus Papier falten? So normal wie es sich gehört? Fantastisch!
Annabelle
Ich sagte schon: Papierboote!

Seufz

Und der Vollständigkeit halber hier noch der referenzierte Sketch:

Browser Tabs und Bildschirm

Ich bin kein Interface-Experte, aber vielleicht kann mich ja ein Experte aufklären? Ich verstehe da nämlich etwas Grundsätzliches nicht.

Mein Monitor/Bildschirm ist eher “quer” als längs (auf meinem Laptop habe ich eine Auflösung von 1280×1024).
Die meisten Websites sind vom Layout eher lang als breit (vor allem, wenn man sich die meist uninteressanten Sidebars wegdenkt).

Hier ein Bild: Weiterlesen

Ich habe schon eine (echte) Uhr

Eine echte Uhr (© brausemobil photocase.com)In letzter Zeit kommen die alten Erinnerungen an den Rolex-SPAM zurück. Hunderte von SPAM-Mails landen in meiner Inbox. Bzw. die landen dort nicht, denn sie werden ja rechtzeitig ausgefiltert.

Da ich aber gewissenhaft schaue, ob nicht doch etwas fälschlicherweise im SPAM landet (was es bei Googlemail häufiger tut), finde ich in den letzten Wochen wieder haufenweise Uhren-SPAM. Offensichtlich sind die SPAM-Kollegen ihre ganzen falschen Rolexe nicht losgeworden und versuchen es jetzt mit einer neuen Strategie.

Die meisten Emails entlocken mir meistens ein herzhaftes Lachen, daher möchte ich euch die Verbalakrobaten nicht vorenthalten (und deswegen stöbere ich aktuell gerne ein wenig im SPAM) :-)

Klonen von Top Klasse chronometern mit Zustellung zu Ihrem Zuhause. Hier bezahlen Sie nie ueber.

Das ist gut! Ich möchte nämlich für geklonte Dinge mit dem Preis gerne unter bleiben.

Manchmal wird einem nicht nur eine geklonte Uhr angeboten, sondern gleich Lebenshilfe

Damit Sie Wieder Gluecklich Leben Koennen Eine Designerarmbanduhr ein Chronometer gewoehnlich hat einen zu grossen.

Ich bin allerdings nicht unglücklich, denn ich habe gewöhnlich einen zu grossen …
Nein, das war ja eine andere SPAM-Kategorie!

Stil ohne Haufen Geld ist unser Motto. In unserem Online Geschaeft koennen Sie von reichem reicher Auswahl von Brand zeitmesser kopien waehlen.

Glücklicherweise steht über der Mail: “Email not displaying correctly? View it in your browser.”
Wenn ich den Text so lese, dann muss es offensichtlich Darstellungsprobleme geben. Oder könnt ihr erkennen worum es bei diesem Haufen Buchstaben geht?

Damit ihr euch so etwas nicht antun müsst, habe ich das Undenkbare probiert.
Ich habe den Link angeklickt, um die Email correctly in meinem Browser zu sehen.
Jau! Ich bin auf einer Replica-Seite gelandet.
Und welche Uhrenmarken werden da angeboten?
ROLEX :-D

PS: Ich habe eine Junghans-Uhr und bin damit sehr zufrieden und glücklich.

Mein Samsung Galaxy 3 i5800

Seit ein paar Wochen habe ich jetzt mein neues Samsung und muss natürlich erstmal ordentlich damit rumspielen.
Ich liebe solche Spielzeuge.
Da ich vorher lange ein iPhone (mit)-genutzt habe, will ich euch meine Erfahrungen nicht vorenthalten. :-)

Das iPhone passt z.B. schon mal nicht in die Tasche einer Jeans (ohne dass man sich einiges verklemmt :-)), daher fiel meine Entscheidung auf das kompakte Galaxy 3 i5800 (außerdem ist es mit 200,- EUR preislich im unteren Bereich für Smartphones – wer es gleich bestellen möchte, dem kann ich nur meine Empfehlung mitgeben Mittlerweile sogar nur noch ca. 180 EUR)

AndroidMein erster Eindruck (und auch mein zweiter, …) ist überwältigend. Weiterlesen

Google’s Sprachsuche: Glockenblume

Vor Jahren noch habe ich mich immer köstlich über automatisch übersetzte Texte amüsiert.
Das war teilweise dermaßen blustigend, dass mir die Tränen vor Lachen gelaufen sind (ich erinnere mich nicht mehr genau an den Text über ein Feriengebiet in Frankreich, aber schon der Gedanke daran, lässt automatisch meine Mundwinkel nach oben wandern).

Mittlerweile sind die Zeiten etwas besser geworden. Zumindest was automatisierte Übersetzungen angeht. Sie sind zwar immer noch leidlich erträglich, aber so richtig zum Schieflachen sind nur noch wenige.

Zeit also für eine neue Technik:

die Sprachsuche von Google

GlockenblumeDie Sprachsuche habe ich gerade erst auf dem iPhone so richtig entdeckt und gleich ausprobiert.
Viele Ergebnisse waren langweiligerweise ziemlich korrekt. Die Zeit zum Entschlüsseln meines Genuschels hätte auch ausgereicht, um das Suchwort in mindestens 10 Varianten eintippen zu können (okay, auf dem iPhone wären es aufgrund der “Tastatur” eher nur 2 Varianten gewesen).
Aber nach einigem “Gerechne” kam Google meistens mit sehr ähnlichen Wörtern zurück.

Ich musste natürlich solange Wörter reinsprechen, bis ich auf ein schönes Beispiel gestoßen bin.
Rechts nun die Suche zu dem Begriff:

“Desoxyribonukleinsäure”.

Wow, das Wort wird sogar von der Firefox-Rechtschreibprüfung als korrekt erkannt. Nur Google meint daraus offensichtlich “Glockenblume” zu hören.
Sehr amüsant!

Und noch mehr muss ich jetzt bereits lachen, wenn ich später in den Statistiken sehe, wie viele Leute auf der Suche nach “Glockenblume” hier gelandet sind.
Hihihi.

Aus die Maus

Letzten Donnerstag komme ich in den Vorratskeller und denke: “Ugh! Das müffelt hier aber ein wenig komisch! Wir werden doch wohl keine Maus hier unten haben?”
Da aber gerade auch “Gülle”-Zeit ist und die Bauern auf dem bei uns angrenzenden Feld die klare Herbstluft verpesten, habe ich diesen Gedanken erstmal beiseite geschoben.

Am Freitag morgen will ich nur eben schnell Mehl hochholen. Wir hatten mal wieder völlig vergessen, dass die Schule ja einen Kuchen eingefordert hat. Also schnell in den Turbo-Modus schalten und den berühmten Rotweinkuchen innerhalb von 15 Minuten (ohne Backmischung) aus dem Boden stampfen.

Doch was ist das? Die Mehltüte aus dem Vorratskeller ist zerrissen. Argh! Nein, die ist angeknabbert. Und die Backmischung für’s Brot auch. Und die Müslipackung, …
Und da liegen doch auch Mäuseköddel rum!

Mit Mäusen haben wir ja schon Erfahrung. Die Nähe zum Feld beschert uns neben der Gülle auch kleinere und größere Mäuseplagen. Leider kommen da auch Nachbars dekadente Katzen nicht gegen an, die wahrscheinlich ohne Dosenöffner keine drei Tage in der “Wildnis” überleben würden.

Da die Mäuse scheinbar gerne an der Wand entlang laufen, hat sich unser Lichtschacht vor einigen Jahren als ziemlich verhängnisvoll erwiesen. Das Gitter schloss nicht bündig an die Wand, so dass die Mäuse, plupp, plupp, plupp, immer in den Lichtschacht stürzten und dort unten reihenweise verendeten.
Im Lichtschacht waren mir die Mäuse allerdings wesentlich lieber als im Keller.

MausAlso ab zum Real und Mausefallen kaufen. Gar nicht so einfach zu finden (einmal hin – alles drin). Mit Hilfe des Real-Personals habe ich die Mausefallen irgendwann gefunden. Direkt zwischen Katzenfutter und Hunde-Gummi-Knochen.
Sehr passend.

“Mit Speck fängt man Mäuse”, fiel mir noch rechtzeitig ein. Ich habe noch kurz überlegt, ob ich den Speck noch anbraten und mit Petersilie verzieren soll, stellte dann die Falle aber einfach ohne weitere Dekoration auf.

Offensichtlich gab es aber genügend anderes leckeres Futter im Keller und so wurde der Speck bis Sonntag nachmittag verschmäht. Da ja nun 2 Fallen im Keller standen und das Ganze übermäßig spannend war, musste natürlich unsere Jungs gefühlt alle 5 Minuten in den Keller stürmen, um die Fallen zu kontrollieren.
Ich hatte schon befürchtet, dass die Maus mittlerweile am Streß zugrunde gegangen war und fragte mich, wie wir die Maus nun finden sollen ohne den kompletten Keller leer zu räumen. Oder hätte ich doch mit Petersilie und Serviette dekorieren sollen?

Da hörte ich im Keller ein schnappendes Geräusch!

Und siehe da (bzw. siehe links), da lag sie wie vom Blitz niedergestreckt, die Zähne noch am Speck. Naiv wie ich war, dachte ich, der Rest der Familie freut sich mit mir über die Befreiung.
Aber weit gefehlt. Annabelle stößt erstmal nur einen frauentypischen spitzen Schrei aus. Und bei den Kids hätte ich bedenken müssen, dass tote Mäuse offensichtlich eine FSK von mind. 10 Jahren haben.
Felix hat sich die ganze Zeit Gedanken gemacht über die arme, süße Maus.

Die Mausefalle hat wirklich saubere Arbeit geleistet. Die Maus dürfte so schnell gar nichts gemerkt haben, so schnell wurde ihr das Genick gebrochen.
Und den Speck kann ich jetzt immer noch anbraten und garnieren.

Ebookreader – Amazon Kindle Sucks

Buch (© vandalay / photocase.com)Endlich ist es da, das neue Gadget: der neue Kindle!
Auspacken und genießen. Das Teil liegt wirklich gut in der Hand und das Display ist betörend. Darauf kann man wirklich lesen!!!
Dazu auch gleich die schöne Einleitung, die folgenden wärmenden Inhalt vermittelt (grob zitiert):

“Wir möchten, dass der Kindle für Sie unsichtbar wird und Sie ganz in die Welt des Buchautors abtauchen können!”

Wie schööön! Leider alles auf Englisch, Anleitung, Store, Tastatur. Da hätte ich vom Weltmarktführer Amazon für einen großen deutschen Markt deutlich mehr erwartet.

Aber egal. Ich will Bücher sehen! Annabelle kauft sich gleich die “dicken” Medizinschinken bei Mobipocket (eine Amazon-Company – leider hat Amazon selbst nur eine extrem dürftige Auswahl an Medizin-Büchern). Ich gebe noch Kompatibilitätsprobleme zu bedenken und so testen wir erstmal ein DEMO-Buch aus. Klappt! Wunderbar, also gleich ein eBook kaufen (dass einige eBooks teurer sind als die Papierausgaben soll uns erstmal nicht weiter stören).

Buch runterladen und per USB rauf auf den Kindle:

Geht nicht!

Irgendeine dubiose Meldung “dieses Buch wäre nicht auf mich registriert” oder so ähnlich (natürlich auf Englisch … hrmpff) Weiterlesen

Ich bekomme aber noch mein Taschengeld

Das Gute-Nacht-Sagen dauert mal wieder etwas länger. Gerade wenn es ans Schlafen gehen soll, fallen Fabian noch munter die interessantesten Themen ein. Solange geredet wird, kann nicht geschlafen werden. Welch genialer Trick.

Diesmal geht es irgendwie um das Arbeiten. Ich weiß nicht mehr genau wie wir dahin kamen, aber um das Einschlafen noch hinauszuzögern ist jedes Thema recht.

Fabian
Wie lange musst du denn eigentlich noch arbeiten?
ich
Hmmm, muss ich mal rechnen. Wenn ich mit 67 Jahren in Rente gehen darf, dann muss ich noch … schluck … 26 Jahre arbeiten. Uffff!
Fabian
Das ist nicht so schlimm!
ich
(schluchzend) Wie? Das ist nicht so schlimm? Das ist eine ganz schön lange Zeit
Fabian
Nein! Ich meine, du musst eigentlich nicht so lange arbeiten!
ich
Oh! Dann ist ja gut. Und warum muss ich nicht so lange arbeiten?
Fabian
Na ja! In 26 Jahren bin ich 36 Jahre alt. Und in dem Alter arbeite ich doch schon lange!
ich
(etwas verwirrt) Jaaaaah?
Fabian
Ja! Wenn ich arbeite und Geld verdiene, dann brauchst du doch nicht mehr arbeiten
ich
(ganz begeistert) Du meinst, du verdienst dann für uns alle das Geld? Super! Moment, wenn du – sagen wir mal im Alter von 30 Jahren arbeitest und für uns alle Geld verdienst, könnte ich mich schon in 20 Jahren zur Ruhe setzen?
Fabian
(etwas zögerlich) Jaaaa. Aber mein Taschengeld bekomme ich dann doch weiter!

PS: Wer seinen Monatsverdienst gerne an mich gegen ein Taschengeld (3 EUR / Woche) abtreten möchte, sollte sich schleunigst bei mir melden! :-)

PPS: Hier findest du LEGO Piraten :-)

Better than TV? Ein Plädoyer für die Sinnlosigkeit!

Seth Godin hat ja Recht mit seinem Beitrag But it’s better than TV.

Hektik & Sinnhaftigkeit (© eris23 photocase.com)Es gibt viele, viele bessere Möglichkeiten als Fernsehen. Wir haben bereits vor einiger Zeit den Fernseher aus dem Wohnzimmer in das Dachgeschoss verbannt.
Und, siehe da, diese Aktion hat bereits unseren Fernsehkonsum nahezu komplett zum Erliegen gebracht. Die Mühe ins Dachgeschoss zu gehen überwiegt bei Weitem den vermeintlichen Genussgewinn des Fernsehens (so es denn Fernseh-Genuss überhaupt gibt). Da hat uns gerade mal die Fußball-WM vor die Glotze motiviert.

Was könnten wir jetzt nicht alles mit der freien Zeit anstellen. Seth Godin hat eine schöne Liste aufgestellt, die man tun könnte, z.B. (ausschnittsweise frei übersetzt):

  • ein Blogbeitrag schreiben (ok, das tue ich sogar gerade :-))
  • eine Community starten
  • eine neue Sprache lernen
  • ein Buch lesen

Was tun wir aber mit der ganzen verfügbaren Zeit? Na, zumindest nichts aus Seth Godins Liste.

Wo ist da nun das Problem? Alle gelisteten Tätigkeiten haben einen Sinn! Alles was Seth vorschlägt, ist sinnvoll. Ein Buch lesen, also weiterbilden. Eine Community starten, sehr gut zum Vernetzen mit “Gleichgesinnten”. Eine neue Sprache lernen, wow super-duper sinnvoll!

Und was mache ich statt dessen? Ich aktualisiere meinen Status auf Facebook, surfe sinnfrei im Internet herum und schaue Youtube-Videos.

Das ist sicherlich keinen Deut besser als die Zeit mit Fernsehen zu verplempern.

Aber was soll ich sagen?

Ich erledige den lieben langen Tag fürchterlich sinnvolle Dinge (zumindest denke ich das). Die komplette Woche ist mit produktiven Erledigungen gefüllt. Selbst während vermeintlicher Wartezeiten höre ich Hörbücher, lese oder erledige Telefonate. Auch neben der Toilette liegt ein Buch.

Da will ich doch irgendwann einmal etwas komplett Sinnloses tun. Etwas, das überhaupt nichts bringt, nichts verbessert, nichts bewegt und einfach zu überhaupt nichts gut ist. So etwas wie Fernsehen! Oder  z.B. Twittern oder in Facebook die Glücksnuß [sic] zu befragen oder Bejeweled zu spielen. Tätigkeiten eben, wo man nur das Stammhirn benötigt (wenn überhaupt).

Müssen wir Menschen in der heutigen Zeit denn immer etwas Produktives machen? Warum? Brauchen wir nicht auch mal Zeit in der das Gehirn einfach runtergefahren wird (ich meine jetzt ohne sich total zu besaufen). Einfach mal nichts denken, nichts planen.

Wenn die Löwen satt gefressen sind, rennen sie nicht los und machen noch schnell ein paar Besorgungen für das Wochenende oder schreiben ein Buch. Sie pennen einfach!

Männliche Wasserschildkröten pflanzen sich besser fort, je mehr sie rumgammeln  (wer hierzu die Referenz findet, sagt mir bitte Bescheid – ich finde die Publikation dieser Forschungsergebnisse leider nicht mehr – und danach zu suchen fordert gerade viel zu viele Gehirnzellen).

Ich bin für das Recht auf sinnlose Zeit für jeden. Vielleicht sind wir dann alle ein wenig entspannter und lockerer (und pflanzen uns besser fort :-)).

Ein Familienmitglied ist von uns gegangen

Es ist zwar schon etwas länger her, aber den gebührenden Abschied habe ich hier noch gar nicht beschrieben bzw. gefeiert.

Miele DE LUXE-ELECTRONIC W 425Unsere alte Miele-Waschmaschine “DE LUXE-ELECTRONIC W 425″ war fast ein vollständiges Familienmitglied. Immerhin hat sie mich direkt schon seit 1997 begleitet. Vorher war sie bereits treuer Begleiter meiner Eltern. Sie war also generationsübergreifend für meine Familie tätig und hat ständig ihr Bestes gegeben. Ohne Murren und ohne Mucken hat sie brav ihre Arbeit zuverlässig erledigt.

Unsere MieleUnd für ihr Alter sieht sie immer noch ganz rüstig aus. Leider war sie in in den letzten Wochen etwas – wie soll ich dieses peinliche Thema nur beschreiben, ohne sie zu kränken – nun ja, etwas inkontinent geworden. Etwas durchlässig eben. Das kann ja jedem mal passieren.

Das wäre sicherlich auch eine ganz einfache Reparatur gewesen. Wahrscheinlich nur ein spröder Dichtungsring oder ein poröser Schlauch (nichts für ungut, liebe Miele).

Nach einer ersten Recherche im Internet ergab sich das wahre Alter. Ich fand einen Treffer beim Miele Service unter “Antike Geräte”. Dort stehen Baujahre von 1968 – 1975. Ich nehme an unser Modell hat dieses Jahr ebenfalls sein stolzes 36. Jahr erlebt.

Da habe ich mich dann doch entschlossen ihr Alter zu respektieren und sie in Rente zu schicken. Ich hätte es kaum mit meinem Gewissen vereinbaren können, sie weiter so hart schuften zu lassen. Immerhin musste sie in den letzten Jahren ca. eine Trommel Wäsche am Tag (auch an Sonn- und Feiertagen) wegschaffen.

Im Elektro-Handel auf der Suche nach einer neuen Waschmaschine, kommt dann der Verkäufer immer wieder auf das Thema “Energiersparen” zurück:

Verkäufer
Ja, und das ist das sparsamste Modell. Das kann ich Ihnen wirklich empfehlen.
ich
Hm, also Firma ****. Neee. Außerdem liegt mein Hauptaugenmerk nicht so auf Energiesparen!
Verkäufer
Dann haben wir hier noch ein Modell der Firma #####. Das energiesparenste Modell dieser Firma!
ich
Ja, aber wie gesagt. Energiesparen interessiert mich nicht so.
Verkäufer
Hier haben wir auch ein Modell, das in der Energieeffizienz Klasse A hat
ich
Guter Mann! (Ich tippe ihm mit dem Zeigefinger auf die Brust) Ich rangiere eine Waschmaschine aus, die älter ist als Sie. Jede Waschmaschine, die sie hier stehen haben, ist im Gegensatz zu meiner alten Maschine ein wahres Wunder an Energiesparen. Selbst wenn die Waschtrommel mit 1000 Watt ausgeleuchtet wird und Sie während des Waschens noch ein Vollbad nehmen. Also, verschonen Sie mich mit dem Energiespar-Gequatsche!

Ja, ihr könnt es euch denken: danach lag ich dem Verkäufer heulend in den Armen, ob des herben Verlusts und des Gedenkens der geliebten Waschmaschine.

Im Übrigen hat diese Waschmaschine wohl doch einige Fans gefunden. Sie hat einen großen 8-Teiler auf YouTube (Teil 1, Mist … kein 2. Teil?, 3, 4, 5, 6, 7, 8) ergattert. Wirklich sehr spannend! Unbedingt alle Teile bis zum Ende anschauen. :-)